Erdwärmetauscher.
Ein Erdwärmetauscher ist ein Rohr, das etwa 50 Meter lang ist und aus Kunststoff besteht. Es wird in einer Tiefe von mindestens 150 cm mit einem Gefälle von 1 bis 2% verlegt. Die Aufgabe des Erdwärmetauschers ist es, die kühle Außenluft auf Temperaturen von knapp über 0°C zu erwärmen. Dadurch, dass in den Wärmetauscher nur Luft mit Plustemperaturen gelangt, muss die Abtauvorrichtung nicht verwendet werden. Was viele gar nicht wissen: im Sommer wiederum kann der Erdwärmetausche verwendet werden, um die heißte Luft abzukühlen. Das bei diesem Vorgang anfallende Kondenswasser kann über ein Abwasserrohr durch das eingebaute Gefälle in den Keller oder in einen Sickerschacht abgeführt werden.

Die Länge der Rohre für den Erdwärmetauscher beträgt bei einem Einfamilienhaus maximal 50 Meter. Noch längere Rohre hätten einen zu hohen Energieverlust. Man kann dabei auch zwei Stränge verwenden, die nur halb so lang sind und dafür parallel verlaufen. Dadurch kann man die Dauer, für die sich die Luft im Erdwärmetauscher aufhält, verkürzen. Das Gefälle, in dem die Rohre verlegt werden, darf die genannten Werte auf keinen Fall unterschreiten. Man liefe sonst vor allem im Frühling und im Sommer Gefahr, dass sich durch die hohe Kondensation Wasseransammlungen im Rohr bilden. Dies ist aus hygienischen Gründen unbedingt zu vermeiden. Bei den Rohren muss grundsätzlich darauf geachtet werden, dass sich nirgendwo Wasser ansammeln kann. Flexible Rohre müssen sehr genau verlegt werden, da sonst Vertiefungen entstehen könnten. Gerippte Rohre sind überhaupt nicht geeignet, da sich in den Rippen wiederum Wasser festhalten kann.

Der Einsatz eines Erdwärmetauschers hat mehrere große Vorteile. Zum einen ist die Sonnenenergie ständig im Boden vorhanden, da er damit täglich neu "aufgeladen" wird. So handelt es sich bei der Erdwärme um eine regenerative Energieform, die immer verfügbar ist. Zudem verwendet man eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Strom, die noch dazu sehr kostengünstig ist. Ein Erdwärmetauscher eignet sich hervorragend, um ein Passivhaus oder ein Niedrigenergiehaus zu temperieren.